Moosauge

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Moneses uniflora L.

Moosauge, Einblütiges Wintergrün

Schwedisch: Ögonpyrola Synonym: Ögonljus

Norwegisch: Olavsstake

Finnisch: Tähtitalvikki

Englisch: Single Delight, One-flowered Wintergreen

Das Moosauge, auch Einblütiges Wintergrün, gehört zur Familie der Heidekrautgewächse, Ericaceae. Es wurde früher als Pyrola uniflora in die Gattung der Wintergrüngewächse (Pyrolaceae) gestellt. Inzwischen wird die Art aber in der Regel der Gattung Moneses zugeordnet. Das Moosauge ist die einzige in Europa vorkommende Art der Gattung Moneses.[1]

Das Moosauge, schwedisch Ögonpyrola, wurde 2015 in Schweden zur Pflanze des Jahres gekürt. Mit der Wahl zur Pflanze des Jahres wollte man besonders das Interesse für potentiell bedrohte Arten wecken. Das Moosauge sei vor allem im Süden Schwedens durch die intensive Abholzung bedroht.[2]


Name

Wie in der Botanik nicht selten, änderte sich auch beim Moosauge die wissenschaftliche Zuordnung im Laufe der Jahrhunderte. Im Jahre 1753 benannte Carl von Linné (damals noch Carl Nilsson Linnæus)[2] diese Pflanzenart Pyrola uniflora. Der britische Botaniker Richard Salisbury (1761-1829) schuf die Gattung Moneses wahrscheinlich im späten 17. Jahrhundert, der britisch-amerikanische Botaniker und Zoologe Thomas Nuttall benannte im Jahre 1843 Pyrola uniflora zu Moneses reticulata und der US-amerikanische Botaniker Asa Gray gab dem heutigen Namen Moneses uniflora im Jahr 1848.

Der Gattungsname Moneses ist eine Kombination aus dem griechischen Monos („ein“) und hesis („Freude“).

Der Artname uniflora kommt vom lateinischen unus (ein) und Flos (Blume), der Name deutet auf die einzelne Blüte der Pflanze.

Im deutschen Sprachraum kennt man das Moosauge auch als Porzellanblümchen, Einblütiges Wintergrün oder Gschamigs Madl. Der schwedische Namen ögonpyrola (Augen-Wintergrün) bezieht sich auf die frühere Verwendung als Heilmittel für Augenkrankheiten. [3]

Beschreibung

Das Moosauge ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit immergrünen Laubblättern. Die glänzenden Blätter sitzen gegenständig an der Basis des Stammes sind aber so dicht gepackt, dass sie wie in einer Rosette sitzend aussehen. Sie sind gestielt, matt hellgrün und schwach gesägt fast rund.

Der Stiel ist kurz, aufrecht und blattlos. Die kleine Schönheit erreicht eine Höhe von etwa 5 bis 12 Zentimeter.

Das Moosauge blüht im Juni-Juli mit einer einzigen schräg sitzenden, strahligen weißen, beinahe transparent scheinenden Blüte am Stielende. Die Blüte ist laternenförmig gebogen und misst im Durchmesser etwa 1,5 bis 3 Zentimeter. Die Blüte wird aus fünf getrennten Blättern gebildet. Das Gynoeceum ist verwachsenblättrig und hat einen geraden Griffel. Die Oberfläche der Narbe ist fünfteilig. Gewöhnlich zehn S-förmig gebogene Staubblätter. Die Blüte duftet angenehm ähnlich den Maiglöckchen.

Das Moosauge ist nicht zu verwechseln mit den Arten der Wintergrüngewächse, die im Gegensatz zum Moosauge lange Blütenstängel und mehrere Blüten besitzen.

Vorkommen

Das Moosauge wächst auf der nördlichen Halbkugel in nährstoffreichen, vorzugsweise leicht feuchten Wäldern, vor allem in Nadelwäldern bis in Höhen von knapp 2.000m. Es bevorzugt kühlere und gemäßigte Gebiete.

Das Moosauge blüht etwa von Juni-Juli.


Textverweise

[1] Vgl. dazu auch: FloraWeb - Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands [http://www.floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=3761] (abgerufen am 25.12.20) und

Germplasm Resources Information Network, GRIN Taxonomy for Plants, United States Department of Agriculture, Agricultural Research Service, Beltsville Area [http://www.ars-grin.gov/cgi-bin/npgs/html/tax_search.pl?Moneses+uniflora] (abgerufen am 06.08.15; Seite 25.12.20 nicht mehr erreichbar) und

Wikipedia, Die freie Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Moosauge] (abgerufen am 25.12.20)

[2] Vgl. dazu: Radio Schweden P6 – Nachrichten auf Deutsch; Veröffentlicht torsdag 29 januari kl 14.19 [http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=6080520] (abgerufen am 25.12.20)

[3] Vgl. dazu: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Linn%C3%A9] (abgerufen am 25.12.20)

[4] Vgl. dazu: Al Schneider: WILDFLOWERS, FERNS, & TREES of Colorado, New Mexico, Arizona, & Utah [http://www.swcoloradowildflowers.com/White Enlarged Photo Pages/pyrolaceae.htm] (abgerufen am 06.08.15; Seite 25.12.20 nicht mehr erreichbar) und

Den virtuella floran, Naturhistoriska riksmuseet [http://linnaeus.nrm.se/flora/di/erica/mones/moneuni.html ](abgerufen am 25.12.20)


Quellen


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Aktualisiert am 18. Dezember 2020

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