Veilchen, Gelbes

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Viola biflora L.

Gelbes Veilchen, Zweiblütiges Veilchen

Fjällviol

Fjellfiol

Lapinorvokki

Roseroot; Yellow Wood Violet

Das Zweiblütige Veilchen (Viola biflora), auch Gelbes Veilchen oder Gelbes Bergveilchen genannt, gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae).

Es ist das einzige gelbblütige Veilchen, und dadurch sehr leicht zu bestimmen.


Name

Das Zweiblütige Veilchen verdankt seinen Namen den oft, aber nicht immer zweiblütigen Stängeln.

Beschreibung

Die mehrjährige Pflanze wird etwa 5 bis 15 cm hoch.

Die Grundblätter sind hellgrün, dünn und nierenförmig und bis zu 4 cm breit. Sie sind wenig behaart. Die Nebenblättersind lanzettlich, ungeteilt, für gewöhnlich behaart.

Die Blüten stehen meist zu zweit symmetrisch am Blütenstängel. Die gelben Blüten mit fünf gelben Blütenblättern haben braune Streifen auf dem unteren und den beiden mittleren, seitlichen Kronblättern. Vier der Blütenblätter zeigen nach oben, eines nach unten. Am untersten Blütenblatt ist ein sackförmiger Sporn.

Fünf grüne Kelchblätter mit einem zurückgerollten, flachen Anhängsel. Fünf Staubblätter. Das Gynoeceum besteht aus drei miteinander verwachsenen Fruchtblättern. Die Blüten sind grundständig. Die Frucht ist eine sich dreiteilig öffnende Kapsel.

Es wird angenommen, dass die Samen weniger durch Ameisen als vielmehr durch Wiederkäuer (in Skandinavien z.B. durch Rentiere) verbreitet werden.

Vorkommen

Das zarte Zweiblütige Veilchen ist von der subalpinen bis in die mittlere alpine Zone verbreitet. Es braucht feuchten Stellen. In der prallen Sonne welkt das zarte Veilchen schnell. Im Winter braucht es eine wärmende Schneedecke, weil es Temperaturen unter 12 C nicht ertragen kann. Das Zweiblütige Veilchen besitzt nur ein geringes Lichtbedürfnis.

In Deutschland ist es ein seltenes Eiszeitrelikt und eine botanische Kostbarkeit. Viola biflora gilt in Deutschland als echtes Glazialrelikt. Als Glazial- oder Eiszeitrelikte bezeichnet man kälte- oft auch lichtliebende Pflanzen und Tiere, die sich nach der Eiszeit in den sich erwärmenden Gebieten an geeigneten Stellen (z.B. Mooren) erhalten haben.

Blütezeit ist von Ende Mai bis Juli.


Quellen und weitere Informationen


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Aktualisiert am 1. Januar 2021

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